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KONZERT- UND BEGEGNUNGSREISE NACH KALININGRAD
Diese Reise war für uns alle ein Erlebnis. Viel Neues kam auf uns zu, viel haben wir mitgenommen und vielleicht auch gelernt, denn nicht allein die neue Umgebung oder fremde Situation, sondern auch die Gemeinschaft untereinander war schön zu erleben. Wir Schüler aus der 6. bis 9. Klasse haben uns besser kennengelernt und viel miteinander unternommen. Neue Freundschaften haben sich gebildet, über die wir froh sind, alte haben sich verfestigt. Die Stimmung, auch mit unseren Lehrern, war "erste Klasse". Die 8 Tage in Russland waren angefüllt mit tollen Aktivitäten. Neben den langen Busfahrten besuchten wir u.a. ein für deutsche Verhältnisse recht kleines und kaltes Theater in Tilsit, den Kaliningrader Dom, der im Gegensatz zu dem Rest der Stadt sehr edel und prunkvoll ausgestattet war, und eine Ausstellung in einer anderen Kirche über den berühmten deutschen Philosophen Immanuel Kant, der Zeit seines Lebens in Kaliningrad (dem einst deutschen Königsberg) lebte, ohne es nur einmal zu verlassen. Auch ein Bernsteinmuseum haben wir besucht, wo sehenswerte Stücke ausgestellt waren. Bernstein gab es auch fast an jeder Straßenecke zu kaufen, weil in der Umgebung große Fundorte liegen. Die Tage waren mit Sightseeing angefüllt, so hatten wir die Möglichkeit verschiedene Orte zu besichtigen und die Bevölkerung kennenzulernen. Einer der schönsten Ausflüge war der zur Kurischen Nehrung, wo wir eine Führung durch eine Vogelzucht hatten, "tanzende" Bäume bewunderten, eine faszinierende Aussicht über die Wanderdünen und das Meer hatten, und schließlich noch zwei sonnige Stunden an der Ostsee verbrachten. Auch von unserem Hotel aus, das ca. 1/2 Stunde von Kaliningrad entfernt war, konnten wir in ca. 15 min. Fußweg den Strand erreichen, wo wir dann fast jeden Abend den wunderschönen Sonnenuntergang beobachteten. Das russische Volk lebt in sehr einfachen und ärmlichen Verhältnissen. Die Menschen machten teilweise einen recht traurigen Eindruck, in ihren Gesichtern konnte man die Schwere der Arbeit und des Alltags ablesen. Ging man durch die Straßen, sah man ärmliche bis baufällige Häuser, teilweise wurde man auch angebettelt. Doch auch trotz dieser traurigen Eindrücke ist die Fahrt sehr schön gewesen. Schade war es nur, dass wir keine "Königsberger Klopse" gegessen haben - wäre es doch lustig gewesen, in einem fremden Land eine typische nach der Region benannte Speise am Originalschauplatz genießen zu können. Elisabeth von Hausen, 14. Juni 2008
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